TGB Automation

Balkonkraftwerk-Verkabelung

Drei separate Strecken einer Steckersolaranlage: DC-Modulstrang vom Modul zum Wechselrichter, AC-Verlängerung vom Wechselrichter zur Schuko-Steckdose, und die DC-Strecke vom Akku zum Hybrid-Wechselrichter. Berechnet nach VDE-AR-N 4105:2026, DIN VDE V 0126-95:2025-12 und DIN VDE 0100-712.

Balkonkraftwerk-Verkabelung prüfen

Drei separate Strecken einer Steckersolaranlage — DC vom Modul, AC zur Steckdose, DC vom Akku. Jede mit eigenen Norm-Schwellen.

max 3000 Wmin 10 W
W
200 W600 W
max 1500 Vmin 1 V
V
24 V48 V

Resultierender MPP-Strom: 11,1 A

max 500 mmin 0,1 m
m
1 m25 m
1 m25 m

Empfehlung

Querschnitt auf 6 mm² erhöhen — dann nur noch 2,34 % Spannungsabfall (unter dem Richtwert).

Spannungsabfall

3,51%
Über Richtwert 3,0 %
Absolut
1,26 V
Nennspannung
36 V
Strom
11,11 A
Querschnitt
4 mm²
Länge
10,0 m
Verlustleistung
14,1 W
Empfohlen min.
6 mm²

Praxis-Schwelle: 3,0 %DIN VDE 0100-712 empfiehlt sogar 1,5 % als Optimum

Orientierungshilfe · Prüfung durch Elektrofachkraft erforderlich Mehr →

Typische Beispiele und Anwendungsfälle

Neun typische Strecken einer Steckersolaranlage in drei Bereichen — klicken für Längen-Matrix und Querschnitts-Vergleich.

Welcher Querschnitt für mein DC-Modulkabel?

Solarleitung H1Z2Z2-K nach EN 50618: halogenfrei, UV- und ozonbeständig, 1500 V DC zugelassen, 90 °C Leitertemperatur. Praxis-Akzeptanzschwelle: 3 % Spannungsabfall — DIN VDE 0100-712 empfiehlt 1,5 % als Optimum für maximalen MPPT-Wirkungsgrad.

Welche Verlängerung darf ich zur Steckdose nutzen?

Seit 2026-03-01 erlaubt die VDE-AR-N 4105 zusammen mit der neuen Produktnorm DIN VDE V 0126-95:2025-12 den Schuko-Stecker als normkonforme Anschlussvariante bis 800 W AC. H07RN-F (Gummi) für Außenverlängerungen, NYM-J für Festinstallation.

Wie schließe ich den Speicher-Akku richtig an?

Akkuverbindungen führen vergleichsweise hohe Ströme bei niedriger Spannung — ein Kurzschluss am Pluspol erzeugt Hunderte Ampere. Vorsicherung direkt am Akku ist Pflicht, die Strecken sollen so kurz wie möglich bleiben.

Berechnungsgrundlage

Die Berechnung verwendet die klassische Spannungsabfall-Formel ΔU = (2 · L · I · cos φ) / (κ · A) für Wechselstrom, bzw. ohne den cos-φ-Faktor und mit Faktor 2 für die Plus-Minus-Schleife bei Gleichstrom. Die spezifische Leitfähigkeit κ wird auf die jeweils typische Leitertemperatur skaliert: 70 °C für AC-Anschluss und Akku-Strecken (PVC bzw. Gummi unter Last), 90 °C für die DC-Strangverkabelung mit H1Z2Z2-K unter Sonneneinstrahlung.

Die Konformitäts-Bewertung nutzt für alle drei Strecken die in der Praxis etablierte 3-%-Schwelle. Für den DC-Modulstrang empfiehlt DIN VDE 0100-712 sogar 1,5 % als Optimum (damit der MPP-Tracker den Arbeitspunkt nicht durch Leitungsverluste verfehlt) — dieser strengere Wert wird im Diagramm und im Text als zweite Schwelle ausgewiesen, gilt aber im Markt-Standard als Optimum-Empfehlung, nicht als harte Grenze. Für die AC-Anschlussleitung greift die 3-%-Empfehlung der DIN VDE 0100-520, für Akkuverbindungen ein empirischer 3-%-Richtwert wegen der Lade-Endspannungs-Schwellen typischer BMS.

Weitere Rechner

Passende Folgeberechnungen für diese Parameter-Kombination.

Schaltschrank-Strombelastbarkeit
Maximaler Strom einadriger Cu-Leiter bei 55 °C im Gehäuse
Schaltschrankheizung
Heizleistung gegen Frost und Kondensation nach Wärmebilanz Q = k·A·ΔT
Spannungsabfall
Verluste auf Leitungen nach DIN VDE 0100-520
Kabelquerschnitt
Erforderlicher Leiterquerschnitt nach Verlegeart
Leitungsschutz-Koordination
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Abschaltbedingung im TN-System nach DIN VDE 0100-520 Beiblatt 2
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