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Wärmepumpe vs. Wärmepumpe ohne PV: -491 € pro Jahr

Wärmepumpe mit PV-Eigenverbrauch — Kombinations-Wirtschaftlichkeit — physikbasiert berechnet, mit Sensitivitäts-Kurve und Cross-Links zu Verkabelungs- und Stromkosten-Rechnern.

Ersparnis WP gegenüber Wärmepumpe ohne PV

-491 €/Jahr
Vollkosten WP
3773 €/Jahr
Vollkosten Wärmepumpe ohne PV
3282 €/Jahr
Amortisation
31,1 Jahre

Kurzantwort

Wärmepumpe spart -491 € pro Jahr gegenüber Wärmepumpe ohne PV — Amortisation des Mehrinvests in 31,1 Jahre. Vollkosten pro Jahr: 3773 € für die Wärmepumpe vs. 3282 € für die Wärmepumpe ohne PV (Annuität 3-Prozent über 20 Jahre).

Grundlage: Annuitätenmethode VDI 2067: 3 % Kalkulationszins, 20 Jahre Nutzungsdauer.

Wie verändert sich der Wert mit den Parametern?

Kumulierte Ersparnis über Nutzungsdauer
Kumulierte Ersparnis über Nutzungsdauer Kumulierte Ersparnis in Abhaengigkeit von Nutzungsdauer. 5 Datenpunkte. 5,00 9,00 13,0 17,0 21,0 25,0 0,00 -319 -638 -957 -1277 Nutzungsdauer [Jahre] Kumulierte Ersparnis [€]

Aufsummierte Vollkosten-Differenz zwischen Wärmepumpe und Wärmepumpe ohne PV nach 5 bis 25 Jahren. Die markierte Marke liegt bei der hier gewählten Nutzungsdauer von 20 Jahren.

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Was bedeutet das in der Praxis?

Vergleich einer 9-kW-Wärmepumpe (28 000 €) plus einer 10-kWp-Photovoltaik-Anlage (14 000 €) gegenüber der reinen Wärmepumpen-Lösung. Die Krux liegt im zeitlichen Versatz: Die PV erntet am meisten im Sommer, die Wärmepumpe verbraucht am meisten im Winter. Ohne Batteriespeicher lässt sich der Heizstrom daher nur zu rund 30 Prozent direkt aus eigener Erzeugung decken — vor allem über die Warmwasser-Bereitung an sonnigen Tagen und die Übergangszeit. Dadurch sinken die Stromkosten von 1 400 € auf rund 950 € pro Jahr; der überschüssige Sommerstrom bringt zusätzlich Einspeisevergütung. Der Mehrinvest von 14 000 € amortisiert sich über Eigenverbrauch und Einspeisung in rund zwölf Jahren. Ein Batteriespeicher hebt die Eigenverbrauchsquote auf 50 bis 60 Prozent, rechnet sich für den reinen Heizbetrieb aber derzeit kaum.

Der Vergleich rechnet beide Heizungs-Varianten auf Vollkosten pro Jahr nach der Annuitätenmethode: Investitionskosten × Annuitätenfaktor ergibt die jährliche Abschreibung mit Zinskosten, dazu die laufenden Betriebskosten. Bei 3 Prozent Kalkulationszins und 20 Jahren Nutzungsdauer ergibt das die Annuität der Wärmepumpe von 2823 € pro Jahr, der Wärmepumpe ohne PV 1882 € pro Jahr.

Plus laufende Betriebskosten von 950 € (Wärmepumpe) bzw. 1400 € (Wärmepumpe ohne PV) ergeben sich die Vollkosten pro Jahr: 3773 € für die Wärmepumpe, 3282 € für die Alternative. Die Wärmepumpe ist 491 € pro Jahr teurer.

Der Mehrinvest von 14000 € amortisiert sich aus der laufenden Strom-/Brennstoff-Ersparnis von 450 € pro Jahr in rund 31,1 Jahren. Bei steigenden Energiepreisen oder Verschärfung der CO2-Bepreisung verkürzt sich dieser Zeitraum entsprechend.

Welche Annahmen liegen der Berechnung zugrunde?

Eingangswerte und Berechnungs-Ergebnisse

Invest Wärmepumpe 42000
Betriebskosten WP 950 €/Jahr
Invest Wärmepumpe ohne PV 28000
Betriebskosten Wärmepumpe ohne PV 1400 €/Jahr
Kalkulationszins 3 %
Nutzungsdauer 20 Jahre
Annuität WP 2823 €/Jahr
Jährliche Ersparnis -491 €/Jahr

Berechnet am 2026-06-08. Eigenverbrauchsquote 30 % für Wärmepumpen-Kombination ohne Batteriespeicher: HTW-Berlin-Eigenverbrauchs-Studie 2023. Mit Speicher wären 50–60 % möglich, aber Speicher-Amortisation aktuell ungünstig.

Annuitätenmethode (VDI 2067)

a
Annuitätenfaktor
q
1 + Kalkulationszins
n
Nutzungsdauer (Jahre)
K_0
Investitionskosten (€)
K_a
Vollkosten pro Jahr (€/Jahr)

Häufige Fragen

Fachliche Details zu dieser Parameter-Kombination

Wann amortisiert sich die Wärmepumpe gegenüber Wärmepumpe ohne PV?
Bei den hier gewählten Annahmen (3-Prozent-Zins, 20 Jahre Laufzeit) amortisiert sich der Mehrinvest in rund 31,1 Jahren. Bei steigenden Brennstoff-Preisen oder CO2-Bepreisung verkürzt sich der Zeitraum.
Wie viel spart die Wärmepumpe pro Jahr?
Im Vergleich zur Wärmepumpe ohne PV: -491 € pro Jahr Vollkosten-Differenz. Reine Brennstoff-Ersparnis ohne Annuität: 450 € pro Jahr.
Was ist die Annuitätenmethode?
Die Annuitätenmethode rechnet einmalige Investitionskosten in gleich-große jährliche Beträge um — analog zur Tilgung eines Annuitäten-Darlehens. Damit lassen sich Heizungen mit hohem Invest aber niedrigen Betriebskosten (Wärmepumpe) fair mit Heizungen mit niedrigem Invest aber hohen Betriebskosten (Gas) vergleichen.
Wie wirkt sich die BAFA-Förderung aus?
Die BAFA-Förderung für effiziente Wärmepumpen liegt 2026 bei 30–70 Prozent der Investitionskosten (Grundförderung 30 %, plus Effizienz- und Klimabonus). Eine Förderung von 50 Prozent senkt den Wärmepumpen-Invest von 42000 € auf rund 21000 € — die Amortisation verkürzt sich entsprechend deutlich.
Welcher Kalkulationszins ist sinnvoll?
Für private Haushalte ist der eigene Hypotheken-/Darlehenszinssatz die natürliche Vergleichsgröße — typisch 3–5 Prozent. Wer den Invest aus Eigenmitteln zahlt, kann auch den entgangenen Festgeld-Zinssatz (2–3 Prozent) verwenden. Höhere Zinsen lassen die Annuität steigen und verschlechtern die Wirtschaftlichkeit kapitalintensiver Heizungen.
Wie ändert sich das Bild bei steigenden Energiepreisen?
Bei einer Strompreis-Steigerung von 3 Prozent pro Jahr und einer Gaspreis-Steigerung von 5 Prozent pro Jahr (CO2-Bepreisung verstärkt) verkürzt sich die Amortisationszeit um typisch 30–40 Prozent gegenüber der hier gerechneten Standard-Annahme.

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