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Leitungsschutz für Maschine / Transformator: D25

Welcher Leitungsschutzschalter für Große Maschine oder Transformator (hohe Einschaltströme)? Koordinationsprüfung gegen NYY-J 5×6 mm² nach DIN VDE 0100-430. I_B = 25 A · I_z = 43,6 A · Drehstrom 400 V

Empfohlener Nennstrom I_n (D-Charakteristik)

25 A

Laut Berechnung erfüllt D25 beide Überlast-Bedingungen, aber ohne Spielraum — 100 % Auslastung bei 25 A Betriebsstrom, 18,6 A Reserve bis zur Belastbarkeit der Leitung

Auslösebereich
250–350 A
Auslastung I_B / I_n
100 %
Reserve bis I_z
18,6 A
Koordination
Grenzwertig

Kurzantwort

Für Große Maschine oder Transformator (hohe Einschaltströme) auf NYY-J 5×6 mm² empfehlen wir einen D25 Leitungsschutzschalter. Die Koordination mit der Leitung ist nach DIN VDE 0100-430 normgerecht: I_B = 25 A, I_n = 25 A, I_z = 43,6 A. Auslastung 100 Prozent.

Grundlage: DIN VDE 0100-430 Bedingungen 1+2, IEC 60898-1 Auslösekennlinien

Orientierungshilfe · Prüfung durch Elektrofachkraft erforderlich Mehr →

Material für diese Berechnung

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Ist mein LS mit diesem Kabel überhaupt zulässig?

Drei Bedingungen müssen erfüllt sein, damit Leitung und Leitungsschutzschalter zusammen gegen Überlast schützen: I_B ≤ I_n (Last unter Nennstrom), I_n ≤ I_z (Schalter schützt Leitung), I_2 ≤ 1,45 · I_z (großer Prüfstrom unter thermischer Grenze). Für diese Kombination (25 A Betriebsstrom, D25 LS, 43,6 A Leitungsbelastbarkeit):

Bedingung Wert Grenze Status
Bedingung 1: I_B ≤ I_n
Betriebsstrom unter Nennstrom
25 A 25 A erfüllt
Bedingung 2a: I_n ≤ I_z
Nennstrom unter Leitungsbelastbarkeit
25 A 43,6 A erfüllt
Bedingung 2b: I_2 ≤ 1,45 · I_z
Großer Prüfstrom (1,45·I_n) unter thermischer Grenze
36,3 A 63,2 A erfüllt

Bedingung 2b ist für Leitungsschutzschalter nach IEC 60898-1 automatisch erfüllt, wenn 2a erfüllt ist (I_2 = 1,45 · I_n). Sie wird für Transparenz explizit mitgeprüft, relevant wird sie bei Schmelzsicherungen gL/gG.

Passt keine Zeile? Eigene Werte durchrechnen

Betriebsstrom, Leitungsbelastbarkeit und Lastcharakter lassen sich hier frei ändern — die Koordinationsprüfung nach DIN VDE 0100-430 läuft sofort neu.

Eigene Werte einsetzen: Betriebsstrom, Leitung und Charakteristik

Welche Absicherung für meine Anwendung? Charakteristik und Nennstrom nach DIN VDE 0100-430 (Überlast-Check) und IEC 60898-1 (Auslösebereiche).

Schnell-Modus: typische Anwendung wählen, Querschnitt anpassen.

Standard für Wallbox 11 kW: 2,5 mm² (NYM-J 5×2,5 mm²).

Empfohlener Leitungsschutzschalter

B16
Grenzwertig
Charakteristik
B (3–5·I_n)
Betriebsstrom I_B
16 A
Nennstrom I_n
16 A
Leitung I_z (2,5 mm²)
19,5 A
Auslösebereich I_a
48–80 A
Auslastung
100 %
DIN VDE 0100-430 Prüfung
erfüllt I_B ≤ I_n (16 ≤ 16 A)
erfüllt I_n ≤ I_z (16 ≤ 19,5 A)
erfüllt I_2 ≤ 1,45·I_z (23,2 ≤ 28,3 A)

Welche Charakteristik (B/C/D) passt für Maschine / Transformator?

Leitungsschutzschalter nach IEC 60898-1 gibt es in den Charakteristiken B, C und D. Sie unterscheiden sich im Kurzschluss-Auslösebereich. Für diese Anwendung (induktive Last mit hohen Einschaltströmen):

Charakteristik Auslösebereich Typische Anwendung Eignung
B 3–5 · I_n Ohm'sche Lasten, Haushaltskreise (Licht, Steckdosen, Herd)
Ungeeignet
Zu empfindlich — löst beim Einschalten aus
C 5–10 · I_n Gemischte Lasten, Wärmepumpen, Kleinmotoren, Leuchtstofflampen
Ungeeignet
Zu empfindlich — Inrush-Strom liegt über 10 mal I_n
D Empfohlen 10–14 · I_n Hohe Einschaltströme — Trafos, große Maschinen mit Anlaufstrom
Optimal
Optimal — toleriert Inrush-Ströme bis 14 mal I_n

Welcher Nennstrom passt für Maschine / Transformator?

Was passiert, wenn ich den LS-Schalter eine Stufe kleiner oder größer wähle? Die Tabelle zeigt die Koordinations-Prüfung für die 5 Nennströme rund um den empfohlenen Wert von 25 A — bei gleicher Leitung (NYY-J 5×6 mm², I_z = 43,6 A):

I_n Auslösebereich Auslastung B1 · B2a · B2b Urteil
D16 160–224 A 156 % B1 nicht erfüllt B2a erfüllt B2b erfüllt Nicht zulässig
D20 200–280 A 125 % B1 nicht erfüllt B2a erfüllt B2b erfüllt Nicht zulässig
D25
Empfohlen
250–350 A 100 % B1 erfüllt B2a erfüllt B2b erfüllt Normgerecht
D32 320–448 A 78 % B1 erfüllt B2a erfüllt B2b erfüllt Normgerecht
D40 400–560 A 63 % B1 erfüllt B2a erfüllt B2b erfüllt Normgerecht

Die drei Badges B1/B2a/B2b entsprechen den Bedingungen 1, 2a, 2b nach DIN VDE 0100-430. Eine Stufe größer: der LS-Schalter schützt die Leitung nicht mehr (Bedingung 2a). Eine Stufe kleiner: der Schalter löst bereits bei Normallast aus (Bedingung 1).

Schützt mein LS-Schalter das Kabel zuverlässig?

Eine große Werkzeugmaschine oder ein 17-kW-Transformator zieht beim Einschalten einen Inrush-Strom vom zehn- bis vierzehnfachen des Nennstroms, weil sich der Trafo-Eisenkern erst aufmagnetisieren muss. Für solche Lasten wurde die D-Charakteristik der Leitungsschutzschalter geschaffen: sie löst erst ab 10 bis 14 mal I_n unverzögert aus und verhindert so Fehlauslösungen beim Hochfahren.

Der Lastcharakter ist eine induktive Last mit hohen Einschaltströmen — daraus folgt die Empfehlung für D-Charakteristik (10 bis 14 mal I_n, hohe Einschaltströme). Der gewählte D25 löst bei Überstrom im Kurzschlussbereich zwischen 250 A und 350 A unverzögert aus (Faktor 10 bis 14 mal I_n). Im Überlastbereich darunter wirkt die thermische Auslösung nach der Stromzeit-Kennlinie des Schalters.

Koordinationsprüfung nach DIN VDE 0100-430: Bedingung 1 (I_B 25 A kleiner-gleich I_n 25 A) ist erfüllt. Bedingung 2a (I_n 25 A kleiner-gleich I_z 43,6 A) ist erfüllt. Bedingung 2b (I_2 gleich 1,45 mal I_n 36,3 A kleiner-gleich 1,45 mal I_z 63,2 A) ist erfüllt. Das Verhältnis I_B/I_n liegt bei 100 Prozent; die verbleibende Reserve der Leitung beträgt 18,6 A bis zur berechneten Belastbarkeit.

Die Koordination ist normgerecht, aber die Auslastung liegt bei 100 Prozent nahe am Nennstrom. Bei häufiger Volllast (z.B. dauerhaftes Laden) verkürzt sich die Lebensdauer des LS-Schalters, und der Temperaturauslauf der Leitung arbeitet am Limit. Für Dauerlasten eine Stufe größer absichern — mit entsprechend stärkerer Leitung.

Rechenweg, Annahmen und Normbezug Diagramm, Eingangswerte, Formeln, Normen
Auslastung des LS-Schalters nach Nennstromstufe (Maschine / Transformator)
Auslastung des LS-Schalters nach Nennstromstufe (Maschine / Transformator) Auslastung in Abhängigkeit von Nennstrom I_n. 9 Datenpunkte. 95 % Reserve-Grenze 100 % Bedingung 1 6,00 14,8 23,6 32,4 41,2 50,0 0,00 37,5 75,0 113 150 Nennstrom I_n [A] Auslastung [%]

Auslastung I_B/I_n für verschiedene Standard-Nennströme. Punkte in Rot: Bedingung 1 (I_B ≤ I_n) oder 2a (I_n ≤ I_z) verletzt. Gelb: normgerecht aber ≥ 95 Prozent ausgelastet. Grün: normgerecht mit Reserve. Empfohlen ist D25 bei 100 Prozent Auslastung.

Eingangswerte und Ergebnisse

Anwendung Große Maschine oder Transformator (hohe Einschaltströme)
Lastcharakter induktive Last mit hohen Einschaltströmen
Betriebsstrom I_B 25 A
Nennspannung 400 V
Stromart Drehstrom 400 V
Leistungsfaktor cos φ 0,85
Leitung NYY-J 5×6 mm²
Leitungsbelastbarkeit I_z 43,6 A
Empfohlene Charakteristik D
Empfohlener Nennstrom I_n 25 A
Auslösebereich I_a 250–350 A
Großer Prüfstrom I_2 (1,45·I_n) 36,3 A
Auslastung I_B / I_n 100 %

Berechnet am 2026-09-14. Grundlage: DIN VDE 0100-430 (Koordinationsregel), IEC 60898-1 (Charakteristik-Definitionen).

Koordinationsregel nach DIN VDE 0100-430

I_B
Betriebsstrom der Last (A)
I_n
Nennstrom des Schutzorgans (A)
I_z
Strombelastbarkeit der Leitung (A)
I_2
Großer Prüfstrom des Schutzorgans (LS: 1,45·I_n) (A)

Auslösebereich der Charakteristik

I_a
Unverzögerter Kurzschluss-Auslösestrom (A)
k
Faktor: B = 3–5, C = 5–10, D = 10–14
I_n
Nennstrom des LS-Schalters (A)

Normative Grundlagen

  • DIN VDE 0100-430 — Errichtung von Niederspannungsanlagen: Schutz bei Überstrom
  • IEC 60898-1 — Elektrisches Installationsmaterial: Leitungsschutzschalter für Haushalt und ähnliche Zwecke
  • EN 60898-1 — Europäische Fassung der IEC 60898-1
  • DIN VDE 0100-410 — Schutz gegen elektrischen Schlag (Abschaltbedingungen, nicht Teil dieses Rechners)

Dieser Rechner deckt die Überlast-Koordination (Bedingungen 1 und 2 der DIN VDE 0100-430) ab. Der Kurzschluss-Check (Bedingung 3: I_k,min ≥ I_a) ist nicht Teil der Berechnung und muss für die konkrete Anlage separat mit der Netzimpedanz des Hausanschlusses geprüft werden.

Häufige Fragen

Fachliche Details zu dieser Berechnung

Welcher Leitungsschutzschalter für Maschine / Transformator?
Empfohlen ist ein D25 Leitungsschutzschalter: Charakteristik D wegen induktive Last mit hohen Einschaltströmen, Nennstrom 25 A ist die nächste Standardstufe oberhalb des Betriebsstroms 25 A.
Warum D und nicht B?
Die Charakteristik D löst im Kurzschlussbereich zwischen 250 A und 350 A unverzögert aus. Bei Maschine / Transformator ist das sinnvoll, weil hohe Einschaltströme typisch sind (Inrush beim Trafo, Anlaufstrom des Motors); B oder C würden fehlauslösen, D toleriert bis zum 14-fachen I_n.
Ist die Kombination nach DIN VDE 0100-430 zulässig?
Ja. Die Norm verlangt drei Bedingungen: I_B ≤ I_n, I_n ≤ I_z und I_2 ≤ 1,45 mal I_z. Für diese Kombination (25 A Betriebsstrom, D25 LS, 43,6 A Leitungsbelastbarkeit bei NYY-J 5×6 mm²) ergibt sich: Bedingung 1 erfüllt, Bedingung 2a erfüllt, Bedingung 2b erfüllt.
Was passiert bei Überlast?
Im Überlastbereich (Strom oberhalb I_n, aber unterhalb der Kurzschluss-Auslöseschwelle von 250 A) löst der Leitungsschutzschalter zeitverzögert über den Bimetall-Auslöser aus — je größer der Überstrom, desto schneller. Bei I_2 = 36,3 A (1,45 mal I_n) löst er garantiert innerhalb der Konventionellen Zeit aus, typisch unter einer Stunde.
Kann ich eine Stufe größer absichern?
Nur wenn die Leitung das trägt. Der nächstgrößere Nennstrom über 25 A ist 32 A. Das würde Bedingung 2a (I_n ≤ I_z) mit 43,6 A Belastbarkeit gerade noch erfüllen. Faustregel: der Leitungsschutzschalter schützt die Leitung, nicht umgekehrt.
Unterschied B, C und D?
Alle drei Charakteristiken sind nach IEC 60898-1 definiert und unterscheiden sich nur im Kurzschluss-Auslösebereich: B löst bei 3 bis 5 mal I_n aus (Haushalt), C bei 5 bis 10 mal I_n (gemischte Lasten, kleinere Motoren), D bei 10 bis 14 mal I_n (Trafos, große Maschinen mit Anlaufstrom). Im Überlastbereich unterhalb des Kurzschlussauslösers verhalten sie sich nahezu identisch — die Unterscheidung betrifft nur den Inrush-Schutz.

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