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Leitermaterialien

Kupfer

Auch bekannt als: Cu, Kupferleiter

Symbol

Cu κ_Cu = 56 m/(Ω·mm²) bei 20 °C

Kurzantwort

Das Standardmaterial für elektrische Leitungen: hohe Leitfähigkeit, gute Dauerbeständigkeit, mechanisch robust und gut lötbar.

Grundlage: Kategorie: Leitermaterialien

Orientierungshilfe · Prüfung durch Elektrofachkraft erforderlich Mehr →

Formel-Referenz

Ausführliche Definition

Kupfer ist wegen seiner hohen spezifischen Leitfähigkeit von κ = 56 m/(Ω·mm²) bei 20 °C das bevorzugte Leitermaterial in der Elektroinstallation. Es ist gut kaltfließend und damit für Schneid-Klemm- und Quetsch-Verbindungen geeignet, oxidiert unter Normalatmosphäre nur oberflächlich und bleibt über Jahrzehnte stabil. Der Temperaturkoeffizient α beträgt 0,00393 1/K — bei 70 °C Betriebstemperatur sinkt die Leitfähigkeit auf rund 48 m/(Ω·mm²). Im Vergleich zu Aluminium ist Kupfer zwar drei- bis viermal so teuer pro Masse, benötigt aber für die gleiche Belastbarkeit rund 37 % weniger Querschnitt. In der Hausinstallation ist Kupfer praktisch ausschließlich verbaut.

Typische Werte und Bandbreite

Typischer Bereich 56 m/(Ω·mm²) Leitfähigkeit, 8960 kg/m³ Dichte
Untergrenze 46,8 m/(Ω·mm²) bei 70 °C
Obergrenze rund 61 m/(Ω·mm²) bei 0 °C

Anwendung in unseren Rechnern

Alle unsere Rechner verwenden Kupfer als Standard-Leitermaterial. Die Leitfähigkeit bei 70 °C Betriebstemperatur (46,8 m/(Ω·mm²)) geht direkt in die Spannungsfall-Formel ein. Bei Aluminium-Leitern (κ_Al ≈ 35 bei 20 °C) würden die berechneten Werte im gleichen Querschnitt rund 60 % höher ausfallen.

Häufige Missverständnisse

Kupfer und Aluminium dürfen nicht direkt verbunden werden — Kontaktkorrosion zerstört die Verbindung über die Jahre. Für Cu-Al-Übergänge gibt es spezielle Klemmen. Ein anderer Fehler: blanke Kupferleiter in feuchter oder schwefelhaltiger Atmosphäre verbauen. Hier muss verzinntes Kupfer oder eine geschützte Klemmtechnik eingesetzt werden.

Häufige Fragen

Fachliche Details zu dieser Berechnung

Warum nicht Aluminium statt Kupfer?
Aluminium wird in Mittelspannungsfreileitungen und im Hausanschluss durchaus verwendet — es ist viel günstiger pro Meter. Für die Hausinstallation ist Kupfer wegen der besseren Leitfähigkeit, der einfacheren Klemmtechnik und der geringeren Neigung zum Kaltfließen Standard.
Wie erkenne ich die Kupferqualität?
Elektrolyt-Kupfer (Cu-ETP) nach DIN EN 1652 hat mindestens 99,9 % Reinheit und ist der Standard für Installationskabel. Die Leitfähigkeit muss mindestens 100 % IACS (International Annealed Copper Standard) erreichen — das entspricht den genannten 56 m/(Ω·mm²).

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